"Extrakte sind hochwertiger als Pulver"

 Ein Statement von Dr. med. Andreas Kappl

Es wird sehr viel darüber diskutiert, ob Heilpilze eher als Extrakte oder als Pulver angewandt werden sollten. 

Befürworter der pulverisierten Heilpilze führen gerne an, dass nur im Pulver alle wichtigen Wirkstoffe enthalten seien. Bei Extrahierungsverfahren sollen viele dieser Substanzen dann verloren gehen. Die Befürworter von Pulvern fürchten auch, dass sich Schwermetalle und Umweltgifte in den Heilpilzextrakten anreichern. Außerdem seien die wirksamen Stoffe der Medizinalpilze vor allem in Fruchkörpern enthalten, fehlen aber im Mycel.

Dieser Argumentation möchte ich folgendes entgegenhalten:

  • Pilze allgemein bestehen aus einem Chitingerüst. Bekannt ist Chitin aus dem Tier- bzw Insektenreich. Viele Panzer (z.B. von Krebsen) bestehen aus Chitin. Innerhalb dieses Materials sind die Wirkstoffe der Medizinalpilze eingebettet. Der menschliche Organismus ist fast gar nicht in der Lage, Chitin aufzuschließen. Das bedeutet, viele Wirkstoffe werden nach Einnahme unverdaut wieder ausgeschieden. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum die an Nährstoff eigentlich sehr reichhaltigen Pilze sehr gut zum Abnehmen geeignet sind.
  • Um eine Kapsel Pilzextrakt herzustellen, benötigt man je nach Pilzart die 15-25 fache Menge an Pilzsubstrat. Anders ausgedrückt: In einer Kapsel Pilzextrakt sind 15-25 mal mehr Pilze enthalten als in einer Kapsel Pilzpulver. Der Wert der Extrakte ist also viel höher! Wenn man nun auch noch den Herstellungsprozess bedenkt, so sind die Preise mancher Pulver-Anbieter nicht nachvollziehbar. 
  • Pilze allgemein sind ja als Sammler von vielen Umweltgiften bekannt. Es ist eine Tatsache, dass Extrahierungsverfahren neben den Wirkstoffen auch die  Schadstoffe anreichern. Deshalb sind chemische Analysen auf Schadstoffgehalt bei Extrakten eigentlich unumgänglich und ein wichtiges Indiz für hohe Qualität angebotener Extrakte.
  • Nahezu alle mir bekannten Studien, in welchen die medizinischen Wirkungen der Medizinalpilze bewiesen wurden, sind mit Extrakten durchgeführt worden. Klinische Studien mit allen wichtigen wissenschaftlichen Kriterien fehlen mir bei Pilzpulver.
  • Qualitätsextrakte (welche vor allem aus Mycel gewonnen werden) sind bezogen auf die Inhaltsstoffe standardisiert. So enthält beispielsweise ein sehr guter Trametes-versicolor-Extrakt 25 Prozent Polysaccaride. Alleine diese Tatsache widerlegt die Behauptung, dass die Wirkstoffe überwiegend im Fruchtkörper enthalten seien.
  • Extrakte sind übrigens keine neumodische Erfindung, sondern wurden traditionell immer schon verwendet. Zum Beispiel wurde und wird in China schon seit jeher aus Ling Zhi ein Tee zubereitet und genossen.

 

Ein guter Tip:

 

Achten sie beim Kauf von Extrakten neben der unabhängigen Schadstoffanalyse auch auf den Gehalt der Wirkstoffe. Dieser sollte standardisiert sein!

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